Ergänzende Förderung und Betreuung

Offener Ganztagsbetrieb
Jugendwohnen im Kiez kooperiert seit mehreren Jahren mit der Lyner-Grundschule in Spandau und führt den offenen Ganztagsbetrieb (OGB) mit verlässlicher Halbtagsgrundschule (VHG) und ergänzender Betreuung (Hort) durch.
Unser Angebot richtet sich an alle SchülerInnen und ihre Familien und orientiert sich am vorhandenen Bedarf.
Im schulischen Bereich liegt unser Schwerpunkt auf der Unterstützung der SchülerInnen in der Schulanfangsphase (1. und 2. Schuljahr).
Im nachschulischem Bereich betreuen wir mehr als 200 Kinder unterschiedlicher Nationalitäten im Alter von 5 bis 12 Jahren.
Unsere MitarbeiterInnen werden in ihrer Tätigkeit bei uns fachlich angeleitet und durch Supervision und Fortbildung unterstützt. Die Einrichtung ist ganzjährig von 6 bis 18 Uhr geöffnet.
Angebote
Schwerpunkte im schulischem Bereich
- Einzel- und Kleingruppenförderung in der Schulanfangsphase
- Rhythmisierte Betreuungsangebote (Klassenstufe 3-6)
- Förderung von Intergrationskindern in Kleingruppen und individuell
- basale Förderung in den JüL-Gruppen
(Jahrgangsübergreifendes Lernen) - Projektangebote im Rahmen der VHG
(Spiel, Bewegung, Entspannung) - Sprachförderung
Schwerpunkte im nachschulischem Bereich
- Mittagessen und Imbiss
- Hausaufgabenbetreuung
- Projekt- und AG-Angebote... mehr über den Link EFöB/ Angebote
- Ferienprogramm
- Kinferkino / Feste
Träger
Jugendwohnen im Kiez Jugendhilfe gGmbH entwickelt und verwirklicht seit 1979 Angebote in den Bereichen der Kinder-, Jugend-, und Familienhilfe, in der Gemeinwesenarbeit sowie in der schulbezogenen Jugendhilfe.
Ansprechpartner
OGB an der Lynar-Grundschule
Yildiz Denizli und Leon Schembecker (Koordination)
Lutherstr. 10
13585 Berlin
Tel: 030 30 39 85 283
Mail:
Weitere Informationen unter https://www.jugendwohnen-berlin.de/jugendhilfe-schulen/lynar-schule/
Leitlinien
Grundsätze unseres fachlichen Handelns
- Ganztagsschule als Sozialisationsinstanz, Erziehungs- und Bildungseinrichtung
- mit der Schule eng abgestimmtes Konzept
- interkultureller Kompetenzerwerb
- Kooperation mit den Eltern
- Integration von benachteiligten Kindern
- Teamarbeit von LehrerInnen und ErzieherInnen
Fachliche Ausrichtung und Arbeitsweise
- Situationsansatz
- Altershomogene Gruppen
- Kooperation aller am Schulleben beteiligten Akteure
Schulsozialarbeit
Die Schulsozialarbeit ist Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler, für die Eltern sowie Lehrpersonal. Sie hilft bei Konflikten in der Schule, sucht gemeinsam nach Lösungen und stärkt das Selbstvertrauen.
Wir beraten und unterstützen Schülerinnen und Schüler
- mit Angeboten wie "Soziales Lernen" und "Raufen nach Regeln"
- bei Schwierigkeiten zu Hause und bei persönlichen Sorgen
- bei Konflikten mit Mitschüler*innen und im Schulalltag
Wir beraten und unterstützen Eltern
- in Erziehungsfragen und zur Entwicklung ihres Kindes
- bei familiären Problemen und Auseinandersetzungen ihres Kindes in der Schule
- zu Themen wie Mediennutzung, Schuldistanz, Gewalt, Drogen
- bei der Suche nach Beratungsstellen und Freizeitaktivitäten
Wir beraten und unterstützen Schulpersonal
- in schwierigen Situationen mit Schüler*innen oder einer Klasse
- bei der sozialen Integration von Kindern, bei Elterngesprächen, Schulhilfekonferenzen und Krieseninterventionen
Die Mitarbeiterinnen der Schulsozialarbeit sind:
Natalie Lange, Lou Niemeyer und Emely Boos
Geöffnet Montag bis Freitag
8.00-14.00 Uhr
Schulsozialarbeit
Lynar-Grundschule
Raum A010 (neben der Schulstation im Hauptgebäude)
Lutherstr.19, 13585 Berlin
Tel.030 30398521 Mobil: 0151 40210481
Mail :
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.jugendwohnen-berlin.de/jugendhilfe-schulen/lynar-schule/jugendsozialarbeit/


Schulsselsorge
„Frau Schwope, wann kann ich wieder diese Stunde haben?“ Eine immer wiederkehrende Frage auf dem Schulhof. Es hat sich herumgesprochen, dass man mit der Religionslehrerin reden kann, wenn „etwas drückt“. Dass der offizielle Name dafür „Seelsorge“ ist, spielt nicht so eine große Rolle für die Kinder. Für das Kollegium schon eher: „Ich hab gehört, du bietest Seelsorge an? Nurays Vater ist gestorben. Sie weint immerzu. Ob du mal mit ihr reden kannst?“ oder „Kann Esra mal zu dir kommen? Sie ist plötzlich völlig unkonzentriert. Da stimmt irgendetwas nicht.“ Auch die Sozialarbeiterin sieht bei Kindern Redebedarf, den sie nicht decken kann und stellt eine Verbindung her.
Dann verabrede ich mit dem Kind und der entsprechenden Lehrkraft eine Stunde, in der dieses Kind zu mir kommen darf. Jede/r ist willkommen! Wir haben Glück, im Religionsraum haben wir Ruhe. Für unsere Gespräche gibt es ein besonderes „setting“: Kleiner Tisch, Tischdecke, Seelsorgekoffer – und die großen Stühle!
Jedes Kind nutzt diese Zeit anders. Manche Kinder reden „wie ein Wasserfall", wollen ganz viel loswerden. Andere werfen erstmal nur etwas in den Raum. „Warum ist Papa einfach verschwunden? Ob er mal wiederkommt?“ „Ich trau mich nicht, Mama die 5 in Mathe zu zeigen.“ „Mein Papa hat unseren Hamster einfach weggeworfen! Ich hasse ihn!“ „Ist der Gott wirklich stärker als Seytan (türk. für Satan)?“
Meine Aufgabe besteht in erster Linie darin, den Kindern zuzuhören. Diese Stunde ist ihre Zeit. Sie entscheiden über Themen, Intensität und auch über Aktionen, die evtl. entstehen. Cora macht eine Liste, was sie einpacken muss, wenn sie übermorgen ins Heim zieht. Nicole will mit den kleinen Puppen üben, wie sie ihrer Mutter von den schlechten Noten erzählen kann. Djingou beschriftet einen Stein. Es wird ein Gebet an Allah. Serra will aus ihrer Trauer um den verstorbenen Vater herauskommen. Sie nimmt sich jede Woche etwas vor. Alles wird notiert und beim nächsten Mal schreibt sie auf, was ihr gut getan hat. Diese „Strategie“ hat sie selbst für sich entwickelt.
Jedes Kind hat ein kleines "Seelsorgebüchlein" – darin wird gemalt, Fragen, Erlebnisse werden notiert. Diese Büchlein erzählen viel. Aber niemand anders darf hineingucken.
Mit meinen Fragen oder Impulsen versuche ich, in den Kindern ihre eigenen Ressourcen zu wecken. Es beeindruckt und bewegt mich, wie stark sie sind, welche Weisheiten sie in sich tragen, wieviel Geduld sie aufbringen, wie tiefgründig sie reflektieren können. Diese Kräfte, die ihnen gegeben sind, ermöglichen nach fast jeder Stunde eine Erleichterung, eine neue Hoffnung, immer wieder ein Lächeln. Das (be)stärkt auch mich in meinem Tun.
Drei Gespräche verabrede ich in jeder Woche. Natürlich „reicht“ das nicht. Aber es sind wertvolle Tropfen. Manchmal bedanken sich Eltern, oft die KollegInnen, immer wieder die Kinder. Am meisten bedanke ich mich selbst, dass ich diese kostbare Arbeit tun darf.
Claudia Schwope
(Alle Namen dieses Artikels wurden zum Schutz der Kinder geändert.)
Islamunterricht
Im Islamunterricht lernen die Kinder, eine liebevolle Beziehung zu sich selbst, zu Gott und zu ihrer Umwelt aufzubauen. Bei der Vermittlung der Glaubensinhalte wird darauf geachtet, dass die Harmonie zwischen Selbstliebe, Gottesliebe und Liebe zu Mitmenschen, Tieren und Natur gewahrt bleibt. Neben der Vermittlung von Glaubensinhalten ist es uns ein großes Anliegen, den Kindern in ihrem religiösen Bildungsprozess Kompetenzen (insbesondere Kompetenzen wie Deutungskompetenz, Handlungskompetenz und Urteilskompetenz) zu vermitteln, die sie befähigen sollen, als eigenständige und verantwortungsbewusste Individuen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.
Evangelischer Religionsunterricht

